Archiv für den Autor: Cornelia Wedler

Nesseln aller Art

Nesseln gibt es nun auch wieder eine ganze Anzahl und deshalb hab ich mir ein paar herausgepickt, um sie mir leichter merken zu können.

Taubnesseln, Brennnesseln
Wobei die Brennnessel mit den Taubnesseln erstaunlicherweise gar nichts zu tun hat. Die Brennnessel steht ganz allein da und ist quasi ein Unikum. Dabei ist sie eine der wichtigsten und besten Pflanzen überhaupt, vielseitig einsetzbar in der Küche, wohlschmeckend und prallvoll mit Chlorophyll und Nährstoffen. Die Taubnesseln sind eine ganz andere Pflanzengattung, sind aber genauso vielseitig einsetzbar, schmecken gut und tun gut.
Im Bild unten ist von links oben im Uhrzeigersinn zu sehen: die rote Taubnessel, die Goldnessel, die weiße Taubnessel, die gefleckte Taubnessel und die Brennnessel.
Ein paar Blättchen davon passen eigentlich in jeden Smoothy.

Jürgen: Das ist doch ein Unterschied zwischen Taubnessel und anderer? Ich sehe hier bei uns, glaube ich, momentan nur Taubnesseln.
Cornelia:
Macht nix, sind alle genießbar
Cornelia:
Übrigens: einmal reinlangen schafft Klarheit

Lesestoff zur Krautbestimmung

Das sichere Bestimmen der Pflanzen ist echt immer eine Herausforderung. Ich bin jedesmal richtig froh, wenn wir eine ganz zweifelsfrei bestimmen können und ein neues Kräutlein in meinem Portfolio Platz nimmt. Zwei nützliche Helfer dabei sind diese Bücher.

Buchtipps zur Kräuterbestimmung
Das obere ist der illustrierte BLV Pflanzenführer für unterwegs. Darin sind 1150 Pflanzen aufgeführt und zwar mit gezeichneten Illustrationen. Das macht es oftmals leichter, bestimmte Merkmale zu identifizieren. Das Buch ist aber nur dafür gedacht, die Pflanzen zu identifizieren, dann ist noch nichts über deren Genießbarkeit gesagt. Es enthält zwar schon Hinweise, wenn eine Pflanze giftig ist, aber nur sehr rudimentär. Das Buch ist schlichtweg auf das Bestimmen der Pflanzen ausgerichtet, nicht auf das Finden eßbarer Kräuter.
Das untere Buch ist ein Fotoband nach Blütenfarbe sortiert. Auch dieser ist auf das Bestimmen der Pflanzen, nicht auf das Finden von Eßbarem ausgerichtet. Hinweise auf Giftpflanzen sind ebenfalls enthalten.
Mit beiden zusammen tun wir uns leichter, unterwegs eine unbekannte Pflanze zu bestimmen. Zuhause ist es dann am nützlichsten, in der Enzyklopädie (https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10202004985826364&set=a.10202152607636817.1073741832.1237352529&type=1&theater) nachzuschlagen, darin sind wirklich umfassende Hinweise zur Verwendung aller Pflanzenteile enthalten. Zum Mitnehmen ist das gute Stück nur zu schwer und die dazugehörige App ist schon fein, aber momentan sind da noch nicht genug Pflanzen darin beschrieben.

Hochbeet, Folge 2

Hochbeet, Folge 2: Also die Idee mit dem Hochbeet war genial, da bin ich meiner Nachbarin immer noch dankbar dafür. Auch das Ausgraben der Pflanzen in freier Natur und das Einpflanzen im eigenen Unkrautpflanzkübel hat gut geklappt. Erstaunlicherweise ist sogar alles angewachsen, was ich in meiner Unerfahrenheit da hineingepackt habe und hat auch fleißig ausgetrieben. Die erste Ernte knackig frischer, junger Kräutlein hat nicht lange auf sich warten lassen.

Und dann kamen die Schnecken.

Es ist mir ja völlig schleierhaft, was so ein Tierchen auf die Idee bringt, in dieses immerhin bald ein Meter hohe Beet hinauf zu klettern, wo doch der ganze Garten voller Grünzeug ist. Also warum ist die für eine hungrige Schnecke immerhin respektierliche Strecke von einem Meter kein Hindernis, wo doch oben eh nur Unkraut zu erwarten ist? Ok, mein Unkraut wächst in gedüngter Bioerde und ist wahrscheinlich entsprechend saftig und verführerisch für so ein Kriechtier.
Nun, ich hab inzwischen nachgelesen, dass so ein Weichtier in der Minute etwa 50 cm schafft und grenzenlos gefräßig ist. Das erklärt wahrscheinlich, das kein Hochbeet zu hoch ist, wenn darin ein schmackhaft üppiger Breitwegerich wartet.
Wie dem auch sei, auch wenn Michel meint, dass sich im besten Fall ein ausgewogenes Zusammenleben von Tier und Pflanze einpegelt, worin ich mit meinen Kräuterernteideen völlig überflüssig bin, habe ich dennoch beschlossen, dass am Ende ich gewinne.
Also was tun? Vergiften kommt nicht in Frage, das ist gegen die Regeln. Mit der Grillzange absammeln und an die Enten im Park verfüttern – aussichtslos, außerdem zu eklig. Ein Schneckenzaun muss her.
Der ist nun (mal wieder) dank Michels geschickten Händen seit einer Woche installiert und – was soll ich sagen – es klappt!

Schneckenzaun fürs Hochbeet
Bei Einbruch der Dunkelheit mit Taschenlampe bewaffnet konnte ich beobachten, wie sich das erste Kriechtier erwartungsfroh nach oben schob, oben anstieß, nicht weiter kam, mit dem Kopf zurück zur Schwanzspitze und auf der eigenen Schleimspur wieder hinunter kroch. Yeah!
Seitdem gedeiht alles ganz wunderbar.
Diesen Schneckenzaun gibt es bei Obi, kostet ca. 8 Euro und ist ruckzuck montiert.
Meine Sorge gilt nun noch den eventuellen Eiern, die diese legefreudigen Tierchen (so eine Schnecke legt je nach Art bis zu 3 mal im Jahr bis zu 900 Eier) angesichts der Delikatessen in mein Hochbeet gelegt haben könnten. Das werde ich dann in 4-6 Wochen merken. Aber da mach ich mir Sorgen drum, wenn es soweit ist. Bis dahin ernte ich nun schöne frische Kräutlein aller Art und pflanze fröhlich mehr.

Himbeer-Rosen-Smoothy

Rosenblüten und -blätter

Rosen gibt es auch wieder in zig verschiedenen Arten aber diesmal ist die Sache deutlich einfacher: alle sind eßbar und auch alles daran. Sowohl die Blätter wie auch die Blüten, Früchte und Samen sind genießbar, wobei die Früchte – die Hagebutten – wegen dem hohen Vitamingehalt am wertvollsten sind.
Junge Blätter und Blüten machen sich gut im Smoothy und harmonieren mit Beeren, anderen Kräutern und Salat.
Rosenblüten und -bl#tterDiesen Blütenbeerensommersmoothy adeln Himbeeren und Rosenblüten zum Luxusfrühstück. Außerdem sind noch weiße Johannisbeeren, Erdbeeren, Rosenblätter, Wildkräuter, Salat und 2 von den allerersten Äpfeln dieses Jahres drin.

Berlner Smoothy zeitgleich zum Rosensmoothy

Berlner Smoothy zeitgleich zum Rosensmoothy

 

Johanniskraut

Johanniskraut

Hach, es macht so viel Spaß, dies ganze Kraut, was da draußen grünt und blüht, zu entdecken. Mir fällt erst jetzt auf, was ich bislang alles verpasst hab! Neu gelernt hab ich nun auch das Johanniskraut. Es hat seinen Namen davon, weil es um Johanni, also dem 24. Juni zu blühen beginnt und wird als Arzneipflanze gegen Magenbeschwerden und Depressionen genutzt.
Man kann es gut an den Blüten erkennen und ganz besonders markant ist, dass die Blätter rot werden, wenn sie älter werden bzw. welken (siehe Bild rechts unten).
Im Smoothy eigent sich Johanniskraut eher als Zugabe oder Gewürz, denn als Basis. Hier ist es mit gemischen Wildkräutern, Salat und Heidelbeeren vermixt.

Johanniskraut3

Wilder Meerrettich

Wilder Meerrettich

Wer es scharf mag, ist mit wildem Meerrettich gut bedient. Er wächst üppig auf Wiesen und 3-4 Blätter davon geben dem Smoothy den pikanten Geschmack von Meerrettich. Die Blätter sind dabei bei weitem nicht so intensiv wie die Wurzeln aber eben genauso gut für den Zellschutz zur Krebsvorsorge. Zum Frühstück ist das für meinen Geschmack zwar nicht geeignet, aber gut als Vorspeise oder so zwischendrin am Tag.
Hier in diesem Rezept sind Kopfsalat, eine halbe Gurke und 4 große Meerretichblätter mit roten Johannisbeeren vermixt, was säuerlich-scharf und dabei sehr frisch schmeckt.
Mit den Meerrettichblättern müssten eigentlich auch Speisen wie Salat, Kräuterquark, Suppen oder Füllungen gut zuzubereiten sein. Wenn hier jemand schon Erfahrungen hat, freue ich mich über einen Tipp.

Beifuss

Beifuss

Der Beifuß ist ja verwandt mit Wermut. Da ist es zum Absinth nicht mehr weit …

 

Vom Beifuss lassen sich Blätter und Blüten verwenden. Er schmeckt recht bitter, deshalb immer nur ein paar Blättchen reingeben. Hier sind drei oder vier Beifussblätter mit gemischten Wildkräutern, Salat und 2 Äpfeln vermixt und mit Kapuzinerkresseblüten verziert.

Klee

KleeIch hab immer gedacht, Klee ist Klee. Klee halt. Hab auch nicht wesentlich darüber nachgedacht, bis ich draufgekommen bin, dass das gute Kräutlein ja auch was Feines für mich sein könnte. Jetzt bin ich schlauer. Es gibt über 200 verschiedene Kleesorten, welche die rot blühen (oder eher rosa bis lila), welche die weiß blühen und welche, die gelb blühen. Manche sind eßbar und manche giftig, was die Sache mal wieder recht kompliziert macht, abgesehen davon, dass die verschiedenen Kleesorten recht unterschiedlich aussehen.
Also muss irgendwas Einfaches zum Merken her. Ich hab mir jetzt drei Sorten vorgenommen, die eßbar, häufig zu finden und leicht zu erkennen sind.
Im Bild links oben ist der rotblühende Hügelklee zu sehen, rechts oben der Weiß-Klee, der so ziemlich überall wächst und links unten der Rotklee. Bei den gelbblühenden Sorten gibt es einige giftige (z.B. der Hornklee) und welche, die man leicht verwechseln kann, die lass ich der Einfachheit halber nun einfach komplett weg.
Vom Klee lassen sich sowohl Blüten wie Blätter verwenden, er lässt sich gut mit anderen Kräutern mischen und schmeckt zum Beispiel mit Erdbeeren und Minze recht gut.

Klee_von_Martina

Martina: … brauchst du klee? …